Russland und Kuba wachsen wieder zusammen.

Russland reaktiviert Abhöranlage in Kuba / Sputnik …

Zeitungen

16.07.2014

(aktualisiert 20:54 22.12.2014)

Russland wird seine

  • Abhörstation in Kuba wieder in Betrieb nehmen, schreibt die Zeitung “Kommersant” am Mittwoch… Gleichzeitig wurde verkündet, dass Moskau Havanna
  • 90  Prozent seiner Schuldenin Höhe von 32 Milliarden US-Dollar erlassen

russia-sigint-facility-cuba_siDie sowjetische bzw. russische Abhörstation in Lourdes entstand 1967. 2001 stellte Moskau ihren Betrieb ein, weil… Washington  darauf bestand. Jetzt will Russland die Anlage reaktivieren, weil…  sich die Beziehungen mit Washington wieder angespannt haben…

Das Abhörzentrum in Lourdes war das größte außerhalb der Sowjetunion bzw. Russlands. Der kubanische Staatschef Raul Castro behauptete einst, dass Moskau bis zu 75 Prozent aller Informationen über die USA in dieser Anlage gesammelt hätte. Diese Zahl mag übertrieben gewesen sein, aber Lourdes ist nur 250 Kilometer von den USA entfernt und deckt den größten Teil des Territoriums des „potenziellen Gegners“ ab. In Sowjetzeiten waren nahezu 3000 Abhörspezialisten in Lourdes tätig. In den 1990er-Jahren sank diese Zahl auf etwa 1500. Jetzt wird es nicht mehr so viele Mitarbeiter geben, vor allem dank der modernen Technik… „Heutzutage ist die Rückkehr nach Lourdes absolut gerechtfertigt“, sagte der Militärexperte Oberst a.D. Viktor Murachowski der Zeitung “Kommersant”. „Die Möglichkeiten der russischen Militärsatelliten zum Abfangen von Informationen sind gering. Dank der unmittelbaren Nähe dieses Zentrums zu den USA können die Militärs nahezu ohne die Satelliten arbeiten.“ Der frühere Leiter des russischen Auswärtigen Nachrichtendienstes Armeegeneral Wjatscheslaw Trubnikow, der heute Mitarbeiter des PIR-Zentrums ist, sagte, das Abhörzentrum in Kuba sei „die Augen der Sowjetunion in der westlichen Hemisphäre“ gewesen.

Quelle: RIA NOVOSTI   http://de.sputniknews.com/zeitungen/20141224/300358140.html

Putin denies reopening of US-targeting listening post in Cuba

RT

July 17, 2014    

everything-we-know-about-the-huge-spy-base-in-cuba-that-russia-is-reopeningRussian President Vladimir Putin denied media reports that Russia was planning to reopen the Soviet-age SIGINT facility in Lourdes, Cuba, once was largest foreign listening post of its kind… When operational, the facility was manned by thousands of military and intelligence personnel, whose task was to intercept signals coming from and to the US territory and to provide communication for Russian vessels in the western hemisphere…

The facility in Lourdes, a suburb of Havana located just 250km from continental USA, was opened in 1967. At the peak of the cold war it was the largest signal intelligence center Moscow operated in a foreign nation, with 3,000 personnel manning it. From the base Russia could intercept communications in most part of the US including the classified exchanges between space facilities in Florida and American spacecraft

Following the collapse of the Soviet Union the base was downscaled, but continued operation. After Russia was hit the 1998 economic crisis, it found it difficult to maintain many of its old assets, including the Lourdes facility… An additional blow came in July 2000, when the US House passed the Russian-American Trust and Cooperation Act, a bill that would ban Washington from rescheduling or forgiving any Russian debt to the US, unless the facility in Lourdes is shut down. Moscow did so in 2001 and also closed its military base in Vietnam’s Cam Ranh, with both moves reported as major steps to address Americans’ concerns. But, in the words of a military source cited by Kommersant, the US “did not appreciate our gesture of goodwill.”… With the Lourdes facility operational again, Russia would have a much better signal intelligence capability in the western hemisphere…

Kuba wird Stationen für russisches Satellitensystem betreiben

  1. Juni 2014
Kuba hat sich bereit erklärt, Bodenstationen für das russische Satellitennavigationssystem GLONASS zu betreiben… Russland plant die Errichtung solcher Stationen in 36 Ländern – darunter auch China und Brasilien – um die Genauigkeit der Ortsbestimmung zu verbessern… GLONASS (“Globales Satellitennavigationssystem”) wurde zwischen 1982 und 1995 als Alternative zum amerikanischen GPS entwickelt und wird seit 2008 massiv ausgebaut. Seit 2011 steht das System weltweit zu Verfügung.

 Russland und Kuba wachsen zusammen | Cuba heute

  1. Juli 2014

von Marcel Kunzmann / Amerika21

“Heute ist Kuba einer der wichtigsten Partner Russlands in der Region. Unsere Zusammenarbeit ist auf lange Sicht ausgerichtet und von strategischer Natur. Wir kooperieren bei einigen größeren Projekten, beispielsweise in im Industriesektor, High-Tech-Industrie, Energie, ziviele Luftfahrt, friedliche Nutzung des Weltalls, Medizin und Impfstoffe”, sagte Putin in einem

Interview mit der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina. (Für die Zusammenarbeit bis zum Jahr 2020 hat man das folgende Abkommen unterzeichnet:

Der russische Präsident verbrachte einen vollen Tag in Kuba, bis es für ihn weiterging nach Argentinien und Brasilien, wo… auch das Treffen der BRICS Staaten stattfand… Auf militärischem Gebiet steht für Russland vor allem der Betrieb der Bodenstationen für sein

  • Satellitensystem GLONASS auf der Prioritätenliste, die Zustimmung der Kubaner war bereits im Vorfeld ausgehandelt. Im Gegenzug darf  Kuba auf das System zugreifen und erhält weitere Satellitendaten von Russland.

Überraschend war allerdings, dass Russland zudem noch seine größte geheimdienstliche Abhöranlage im Ausland wieder in Betrieb nehmen will. Die 1967 errichtete Station soll vor allem den amerikanischen Äther durchpflügen und beschäftigte zu Hochzeiten um die 3.000 Mitarbeiter. Raúl Castro erklärte 1993, dass Russland mit Hilfe der Station 75 Prozent seiner Informationen über die USA erhalte…

Mit seinem ersten Besuch auf der Insel seit 14 Jahren ist Putin damit sowohl für Russland, als auch für Kuba ein diplomatischer Coup gelungen: Während das größte Land der Erde seine Rolle als Global Player festigt und vor den Toren der USA eine strategisch wichtige Spionagebasis wieder in Gang setzt, kann Kuba neben Venezuela und Brasilien mit Russland noch auf einen weiteren starken Partner verweisen…

188:2 für Kuba – Die Welt gegen die Blockade – AG …

AG-Friedensforschung.

30.10.2014

Erneut klares Votum der UN-Vollversammlung gegen Washingtons Wirtschaftskrieg. Mit 188 Stimmen für die von Havanna eingebrachte Resolution, zwei Stimmen dagegen und drei Enthaltungen hat die UN-Vollversammlung am Dienstag in New York erneut die Blockade der USA gegen Kuba verurteilt. Wie üblich votierten die USA und Israel mit »nein«… auch Regierungen wie die der Ukraine, der Türkei oder Afghanistans stimmten für ein Ende des seit mehr als 50 Jahren andauernden Wirtschaftskrieges…

  • Für die Lateinamerikanische und Karibische Staatengemeinschaft (CELAC), die alle Länder Amerikas außer den USA und Kanada umfasst, rief Costa Ricas UN-Botschafter Juan Carlos Mendoza zu einer Aufhebung der Blockade auf und kritisierte die zuletzt weiter verschärften Maßnahmen Washingtons gegen die Insel. Insbesondere prangerte Mendoza die exterritoriale Wirkung der US-Blockadegesetze an, von denen auch Drittstaaten betroffen sind…
  • Für die Bewegung der Blockfreien Staaten rief der iranische UN-Botschafter Dschawad Scharif die USA auf, ihre Isolationspolitik gegen Kuba zu beenden, die eine Verletzung des Völkerrechts, der UN-Charta und der Normen des Zusammenlebens darstelle…
  • Auch die »G-77 plus China«, ein Zusammenschluss vor allem vonEntwicklungsländern, stellte sich hinter Havanna. In deren Namen prangerte Boliviens Vertreter bei den Vereinten Nationen, Sacha Llorenti, dessen Land derzeit den Vorsitz der »G-77« ausübt, die von der Blockade verursachten Schäden an, die alle Teile der kubanischen Gesellschaft beträfen. Die Blockade sei eine »Bedrohung der Menschheit«, so Llorenti.
    Aus: junge Welt, Mittwoch, 29. Oktober 2014

USA-Kuba: Obamas Kuba-Rede im Wortlaut | ZEIT ONLINE

  1. Dezember 2014

Wie Obama redet und wider besseres Wissen handelt.

„Guten Tag. Heute ändern die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Beziehungen zum kubanischen Volk. Mit diesem wohl bedeutsamsten Wandel der letzten 50 Jahre in unserer Politik werden wir eine

  • veraltete Politik ( der Sanktionen) beenden, die unseren Interessen jahrzehntelang nicht dienlich war...

Uns trennen nur etwas über 150 Kilometer. Aber von Jahr zu Jahr verhärteten sich die ideologischen und wirtschaftlichen Fronten zwischen unseren beiden Ländern… Stolz unterstützten die USA Demokratie und Menschenrechte in Kuba in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Das taten wir vornehmlich durch die

  • Politik der Isolierung der Insel, indem wir Reisen und den Handel unterbanden;
  • keine andere Nation schloss sich unseren Sanktionen an, die nicht wirklich etwas bewirkten

Als erstes beauftragte ich den Außenminister Kerry damit, unverzüglich Gespräche mit Kuba über die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen aufzunehmen, die seit Januar 1961 unterbrochen sind… Schließlich

  • stellen wir nach 50 Jahren fest, dass die Isolierung Kubas nicht funktioniert hat.

Jetzt ist der Moment für eine neue Politik… Bedauerlicherweise haben

  • unsere Sanktionen dazu geführt, dass wir den Kubanern den Zugang zu Technologien unmöglich machten, von denen sonst alle rund um den Globus profitieren

Angesichts der Geschichte Kubas gehe ich davon aus, dass Kuba eine Außenpolitik fortsetzen wird, die zuweilen immer noch in scharfem Gegensatz zu amerikanischen Interessen stehen wird… Ich glaube nicht, dass wir fünfzig Jahre lang immer dasselbe tun und erwarten können, dass sich trotzdem etwas verändert. Auch liegt es

  • weder im Interesse der USA noch Kubas, das Land in den Zusammenbruch zu drängen. Selbst wenn das funktionierte – was es

50 Jahre lang nicht getan hat – wissen wir aus schmerzhaft gemachten Erfahrungen, dass Gesellschaften sich nachhaltiger verändern können, wenn ihre Völker nicht im Chaos leben… In diesem Sinne werden wir es nicht länger zulassen, dass

  • die amerikanischen Sanktionen die Last für die Bürgerinnen und Bürger Kubas, denen wir helfen wollen, noch schwerer machen.

Amerika reicht dem kubanischen Volk die Hand zur Freundschaft. Gott segne Sie und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Aus dem Englischen übersetzt von Norbert J. Heikamp

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