Die creative Intelligenz des Zentralen Intelligenz Dienstes ( CIA )

19.12.2016
von Rainer Rupp

Den US-Nachrichtendiensten fehlen die Beweise für russische Manipulationen der US Wahlen, doch dieses Problem wird von der CIA durch den Einsatz „kreativer Intelligenz“ gelöst. Unter der passenden Überschrift: “Poking the Bear, US Will Respond to Russian Hacking” berichtet der US-amerikanische Nachrichtensender ABC, dass Präsident Obama noch in den letzten Wochen seiner Amtszeit den russischen „Bär mit dem spitzen Spieß reizen“ will, indem er am 15. Dezember ankündigte, dass die „Vereinigten Staaten den russischen Cyberangriff beantworten werden“.

Er versprach, Maßnahmen zu ergreifen, um die russische Regierung zu bestrafen, weil diese – folgt man den US-Medien, die sich wiederum auf Stellungnahmen der CIA berufen – auf direkten Befehl von Präsident Putin angeblich mit Cyberangriffen die US-Präsidentschaftswahlen erfolgreich zugunsten von Donald Trump manipuliert hätten.

„Ich denke, es gibt keinen Zweifel daran, dass wir Maßnahmen ergreifen müssen, wenn irgendeine ausländische Regierung versucht, die Integrität unserer Wahlen zu beeinflussen. Und wir werden handeln, allerdings zu einem Zeitpunkt und an einem Ort unserer Wahl. Einiges davon wird in der Öffentlichkeit bekannt werden und anderes nicht“, so der O-Ton von Obama.

Damit hat Obama nicht nur NSA-Hackingangriffe gegen russische Cybernetzwerke sondern auch eine breite Palette von asymmetrischen Gegenmaßnahmen angekündigt, die von gezielter Verbreitung von „Fake News“ zur Diffamierung des Kreml bis hin zu verdeckten Angriffen reichen.

So hat sich unter anderem flugs der ehemalige und derzeit stellvertretende Leiter der CIA, Michael Morrell, zu Wort gemeldet und gefordert, dass „Putin Schmerz fühlen“ müsse. Dabei verwies er darauf, dass die USA in einer Reihe von Ländern – von der Ukraine bis Syrien – mit Russland verwickelt sind und jedes dieser Länder könnte als Bühne für Obamas öffentliche Antwort an Putin dienen.

Zur Erinnerung: Morell ist der Kriegstreiber, der sich bereits während des Wahlkampfes für die US-Präsidentschaft mit radikalen Forderungen zur Bestrafung der Russen bei Hillary Clinton für höhere Ämter qualifiziert hatte, beispielsweise durch die Ermordung von russischen Offizieren in Syrien im Rahmen verdeckter CIA-Operationen.

Russland hat diese abstruse Beschuldigung der CIA, mit Cyberangriffen aktiv in den US-Wahlkampfs eingegriffen und zugunsten von Trump manipuliert zu haben, kategorisch zurückgewiesen. Putin persönlich gab zu bedenken, dass der Kreml die Vereinigten Staaten nicht für eine Bananenrepublik hält. Tatsächlich kann nur jemand, der das tut, die CIA-Beschuldigungen für bare Münze nehmen…

Was auch immer Obamas Gründe für seine jüngste Drohung gegen Russland sein mögen, er muss sich im Klaren darüber sein, dass die Beschuldigungen der CIA frei aus der Luft gegriffen sind. Seit der letzten gemeinsamen Einschätzung der US-Nachrichtendienste, die zu dem Schluss gekommen waren, dass es weder Beweise noch Anzeichen für die angebliche russische Cybermanipulation des US-Wahlkampfes gab, liegen keine neuen Erkenntnisse vor, auch nicht der CIA. Dies wird auch von der New York Times vom 11. Dezember unter Berufung auf verschiedene Quellen innerhalb der „Dienste“ bestätigt.

Aber wie kommt dann die Central Intelligence Agency auf Basis eines unveränderten Erkenntnisstandes – also ohne neue Beweise oder auch nur Indizien – plötzlich zu einem ganz anderen Ergebnis? Die Antwort auf diese Frage ist kreative Intelligenz. Dabei geht es darum, eine anders gefärbte Brille aufzusetzen und damit die vorhandenen Informationen neu zu betrachten und schon kann man mit etwas Phantasie Neues entdecken, was vorher niemand gesehen hat…

Die Geschichte der CIA hat immer wieder gezeigt, zu welchen Höchstleistungen an kreativer Intelligenz die „Agency“ fähig ist, wenn es darum geht, politisch gewünschte Bedrohungsszenarien zu „entdecken“. Man denke nur an Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen. Und genau an diesen großartigen nachrichtendienstlichen „Erfolg“ hat Trump erinnert, indem er den CIA-Bericht zum angeblichen russischen Cyberangriff als „Erkenntnis“ eines „schusseligen“ Spionagedienstes abqualifizierte, der vor allem der Agenda einer politischen Clique dient, statt den Vereinigten Staaten.

Und Trump steht in dieser Sache nicht allein. Er bekommt Schützenhilfe von anderen US-Geheimdiensten, zum Beispiel vom FBI, dem Dienst, der vor allen anderen gegen Angriffe im Inland, auch Cyberangriffe, zuständig ist und der den CIA-Bericht als „verworren und zweideutig“ kritisiert.
> https://deutsch.rt.com/meinung/44433-kreative-intelligenz-cia-phantasierte-hacker/

„Leben im ausgebombten Ostteil der ehemals grössten Stadt Syriens“.
„Ausgebombt“. Wer denkt da nicht an die Russen? Genau wie so wie man bei dem Satz „mehr als eine Viertel-Million Menschen sind gefangen“ vergisst zu erklären, warum die Menschen das Gebiet nicht verlassen können, wer sie an der Flucht hindert, genau so vergisst man zu erwähnen, dass Aleppo schon lange vor den Aktivitäten Russlands ziemlich übel aussah, nämlich so, wie man sich eine ausgebombte Stadt vorstellt.

Das kann man sich hier anschauen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/basar-in-aleppo-unesco-nennt-zerstoerung-tragoedie-a-858788.html
Das war am 30.09.2012

Oder auch hier:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/dschihadisten-vormarsch-von-is-in-syrien-bringt-tuerkei-in-not-a-985914.html
Das war am 30.08.2014

Und da:
http://www.deutschlandradiokultur.de/kulturgueter-in-syrien-zerstoert-geklaut-und-verhoekert.979.de.html?dram:article_id=309987
28.01.2015
WEITERLESEN:
https://propagandaschau.wordpress.com/2016/12/15/kampf-um-aleppo-oder-irgendwas-stimmt-da-nicht/#more-29166

 

Die „Centrale Intelligenz Argentur“ beweist nichts aber“glaubt“ aufgrund „überwältigender Indizien“. Immerhin CIA!

Die US-Geheimdienste verfügen laut Reuters über Dokumente, die eine russische Intervention in die US-Wahl belegen sollen. Demnach geht es allerdings nicht mehr direkt um einen russischen Cyber-Angriff, sondern um die Veröffentlichungen der Emails des Demokraten, die über Wikileaks erfolgt war.

Reuters beruft sich in seinem englischsprachigen Dienst auf drei anonyme „US-Offizielle“. Interessant:

Der Angriff soll nicht direkt von der russischen Regierung, sondern durch eine „dritte Partei“ erfolgt sein. Die Quellen von Reuters lehnten es ab, offenzulegen, wie die US-Regierung an diese Informationen gekommen ist.

Damit bleibt unklar, wer die mysteriöse „dritte Partei“ ist – die, wenn die These der Geheimdienste zutreffend ist, im Auftrag der russischen Regierung den DNC gehackt und die Unterlagen dann an Wikileaks weitergereicht haben soll.

Wikileaks-Gründer Julien Assange hatte stets betont, die Leaks seien nicht von Russland gekommen. Sein Anwalt gab an, dass er den Informanten kenne – es sei ein Insider, der mit den Clinton-Machenschaften in der Demokratischen Partei unzufrieden sei, berichtete der Guardian vor geraumer Zeit.
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/01/05/us-geheimdienste-erhoehen-den-druck-auf-donald-trump/

Trump plant Personalabbau bei CIA und Nachrichtendiensten
05.01.2017
Der designierte US-Präsident Donald Trump entwickelt mit seinen Beratern einen Plan zum Personalabbau bei den US-Nachrichtendiensten. Dies berichtete die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf Quellen, die Trumps Übergangsteam nahestehen. Die Reform soll unter anderem den Auslandsgeheimdienst CIA und das Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste betreffen.

„Nach Ansicht von Trumps Team ist die Nachrichtendienstwelt (der USA) völlig politisiert“, sagte die Quelle gegenüber der Zeitung. Die Nachrichtendienste sollten schlanker werden, hieß es. Die geplanten Neuerungen sollten sowohl die Geheimdienste als solche umstrukturieren als auch die Art und Weise, in der sie zusammenwirken. Unter anderem wolle Trump das Personal der CIA-Zentrale kürzen und gleichzeitig die Anzahl der Mitarbeiter der Behörde in den „Filialen“ weltweit erhöhen.

Laut der Zeitung beteiligen sich der ehemalige Chef des Verteidigungsnachrichtendienstes DIA, Michael Flynn, der Nationalsicherheitsberater des neuen Präsidenten werden soll, und der Republikaner Mike Pompeo, den Trump zum CIA-Chef nominierte, an der Entwicklung der Umstrukturierungspläne. Die Berichte über Reformpläne in Bezug auf die US-Nachrichtendienste erscheinen vor dem Hintergrund der scharfen Kritik, die die Obama-Regierung, die demokratischen Abgeordneten und ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste an Trump geäußert hatten.

Die Kritik war vor allen auf die Skepsis zurückzuführen, mit der der designierte US-Präsident die Schlussfolgerungen der Nachrichtendienste aufgenommen hatte, die Russland Hackerangriffe auf die Computersysteme von US-Einrichtungen vorgeworfen hatte, mit denen angeblich die US-Präsidentschaftswahl beeinflusst und Donald Trump zum Wahlsieg verholfen wurde
https://de.sputniknews.com/politik/20170105314014992-trump-nachrichtendienste-personalabbau/

Trump bekräftigt Zweifel an russischer Täterschaft
04.01.2017
Der designierte amerikanische Präsident Donald Trump hat seine Zweifel an Geheimdienstinformationen bekräftigt, wonach Russland hinter den Hackerangriffen auf Computer der Demokraten steckt. Der Republikaner berief sich dabei auf Aussagen von Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks.

„Julian Assange hat gesagt, „dass ein 14-Jähriger Podesta gehackt haben könnte“ – warum war der DNC so nachlässig? Er hat auch gesagt, dass die Russen ihm nicht die Informationen gegeben haben“, schrieb Trump:

Donald J. Trump ✔@realDonaldTrump
Julian Assange said „a 14 year old could have hacked Podesta“ – why was DNC so careless? Also said Russians did not give him the info!
19:22 – 4 Jan 2017
Donald J. Trump ✔@realDonaldTrump
„@FoxNews: Julian Assange on U.S. media coverage: “It’s very dishonest.” pic.twitter.com/ADcPRQifH9“ More dishonest than anyone knows
20:10 – 4 Jan 2017

Trump äußert immer wieder Zweifel an den geheimdienstlichen Erkenntnissen. Er will sich von Vertretern der Dienste über den Fall unterrichten lassen. Am Dienstagabend erklärte er auf Twitter, ein geplantes Treffen dazu sei auf Freitag verschoben worden. Möglicherweise brauche man mehr Zeit, um einen Fall zu konstruieren, behauptete er. Das Wort „Geheimdienst“ setzte er in Anführungszeichen…
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/donald-trump-verteidigt-russland-im-streit-um-us-hackerangriffe-14604427.html

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