Die zehn Prinzipien der Kriegspropaganda

  1. Wir wollen keinen Krieg!

Warum Weiterkämpfen sinnlos ist – Sofortiger Waffenstillstand für Aleppo – sechs Staaten, darunter Deutschland, appellieren nun gemeinsam an die Assad-Regierung. Auch die Rebellen im Ostteil verlangen eine Feuerpause. Carsten Kühntopp über Assads brutale Kriegstaktik und warum Weiterkämpfen sinnlos ist.

(Quelle: Tageschau)

  1. Der Gegner ist allein für den Krieg verantwortlich!

Denn einmal mehr zeigt sich: Jeder Diktator gewinnt, wenn er brutal genug ist und die richtigen Freunde auf der Welt hat. Dabei ist nichts stärker, als das Nein einer Vetomacht im UN-Sicherheitsrat. Dieses Nein – von Russland dort bisher sechs Mal ausgesprochen – gab und gibt Assad völlig freie Hand, Syrien und die Syrer in Grund und Boden zu bomben.

(Quelle: Tagesschau)

  1. Der Führer des feindlichen Lagers wird dämonisiert

Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert – und mit so jemandem führen wir ein Interview. Gibt es für Journalisten eine moralische Grenze, mit wem man spricht? Darf man mit Baschar al-Assad reden?

(Quelle: Tagesschau)

  1. Wir verteidigen ein edles Ziel und keine persönlichen Interessen!

Außenminister Steinmeier will den Menschen in der umkämpften Stadt Aleppo mit zusätzlichen 50 Millionen Euro helfen. Zudem rief er zu Feuerpausen auf, damit Hilfslieferungen die Bevölkerung erreichen können. Auch die Türkei forderte eine sofortige Waffenruhe.

(Quelle: Tagesschau)

  1. Der Feind begeht wissentlich Grausamkeiten, wenn wir Fehler machen, geschieht dies unbeabsichtigt

Das US-Verteidigungsministerium drückte offiziell sein Bedauern aus. „Sollten wir versehentlich eine Position der syrischen Armee getroffen haben, bedauern wir dies, insbesondere den Verlust von Menschenleben“, erklärte der Pressesprecher des Pentagon, Peter Cook. Die US-Regierung versicherte zudem, man werde bei den weiteren Angriffen auf Kämpfer der Islamistengruppen IS und Al-Kaida in Übereinstimmung mit den Vereinbarungen der Waffenruhe handeln.

(Quelle: Tagesschau)

Kampf um Aleppo: Keine Rücksicht auf Zivilisten

(Quelle: Tagesschau)

Die USA haben eingeräumt, dass bei 24 Luftangriffen im Irak und in Syrien seit November 2015 vermutlich 64 Zivilisten getötet wurden. Zugleich steht die irakische Armee wegen möglicher Hinrichtungen nahe der Großstadt Mossul unter Druck. […] Damit sei die Zahl der zivilen Todesopfer durch Luftangriffe im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ auf nunmehr 119 gestiegen. Die Zahl der Verletzten liege bisher bei 37. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass bei jedem Zwischenfall das vom US-Militär vorgeschriebene Prozedere befolgt worden sei, sagte der Sprecher. Zudem seien immer Vorkehrungen getroffen worden, um zivile Todesopfer möglichst zu vermeiden.

(Quelle: Tagesschau)

  1. Der Feind benutzt unerlaubte Waffen

Luftangriffe und Fassbomben: Angriffe der syrischen Regierung auf Aleppo

(Quelle: Tagesschau)

Assad lässt die Luftwaffe Fassbomben auf die zivile Bevölkerung abwerfen – mit Nägeln, Metallsplittern und Sprengstoff gefüllte Fässer. Es ist eine billige, selbstgebaute Waffe, die großflächig Zerstörung und Tod hinterlässt.

(Quelle: Tagesschau)

Die Vereinten Nationen haben Syriens Präsident Assad einen weiteren Chemiewaffenangriff vorgeworfen. Die syrische Armee habe das Dorf Kmenas in der Provinz Idleb im März 2015 vermutlich mit Chlorgas angegriffen, hieß es in einem Bericht. Es gebe „genügend Beweise“ für die Verantwortung des Militärs.

(Quelle: Tagesschau)

  1. Wir erleiden wenige Verluste, die Verluste des Feindes sind erheblich

Laut der oppositionsnahen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London wurden seit Beginn der Offensive in Palmyra mindestens 400 IS-Dschihadisten getötet. Dies wären, so der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdelrahman, die schwersten Verluste, die dem IS bislang in einer einzigen Schlacht zugefügt wurden.

(Quelle: Tagesschau)

  1. Anerkannte Kulturträger und Wissenschaftler unterstützen unser Anliegen

In Berlin hat eine Gruppe Prominenter für heute Mittag zu einer Demonstration gegen den Syrienkrieg aufgerufen. In dem Aufruf heißt es, man wolle vor der russischen Botschaft ein kleines Zeichen gegen das dröhnende Schweigen der Zivilgesellschaft zu dem sys­te­ma­ti­schen Massenmord in Aleppo setzen. Ganze Stadtteile würden in Schutt und Asche gelegt für den Traum des russischen Präsidenten Putin nach neuer imperialer Größe. Unterzeichner sind die Autoren Herta Müller, Friedrich Christian Delius, der Publizist Michael Naumann und der Regisseur Volker Schlöndorff.

(Quelle: WDR)

  1. Unser Anliegen hat etwas Heiliges

Ziel ist ein ungeteiltes, demokratisches Syrien
Syrien soll als ganzer Staat bestehen bleiben, aber zu einem demokratischen, pluralistischen Staat werden. Ausländische Kämpfer sollen das Land verlassen, alle Rebellen ihre Waffen abgeben, so die Beschlüsse.

(Quelle: Tagesschau)

Eigentlich waren die Weißhelme auch für den Friedensnobelpreis gehandelt worden. 60.000 Menschen konnten sie, nach eigenen Angaben, bislang in Syrien helfen. Den Alternativen Nobelpreis bekommen die Weißhelme heute ausdrücklich für den Mut, weiterzumachen – auch wenn ihr Job aussichtslos scheint und hochgefährlich ist. Mehr als 130 Helfer ließen bereits ihr Leben. Es gehe darum, in der unmenschlichen Situation in Syrien Menschlichkeit zu zeigen, so die Jury.

Den kleinen Jungen in Ostaleppo konnten die Männer mit den weißen Helmen mittlerweile befreien. Vorsichtig heben sie den letzten Betonklotz hoch, ziehen das kleine Kind heraus. Jubel bricht los unter den Helfer. Sie haben wieder ein Leben mehr gerettet – die Weißhelme in Syrien.

(Quelle: Tagesschau)

  1. Wer unsere Propaganda in Zweifel zieht, arbeitet für den Feind und ist damit ein Verräter

Wir sind auf einer Veranstaltung eines der radikalsten Putin-Propagandisten in der Bundesrepublik. Wir wollen ihn fragen, warum er für Russland in den Informationskrieg gezogen ist und welchen Zweck er damit verfolgt. … Um ihn geht’s: Der Mann, der Mann mit den grauen Haaren: Jürgen Elsässer. Er bleibt auf Abstand. Kritischen Fragen stellt er sich nicht. Das ist typisch. Er ist einer von mehreren Kreml-Propagandisten in Deutschland, denen wir im Zuge der Recherche über Putins verdeckten Krieg immer wieder begegnen werden.

 

 

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