Nur Russland sagt dem Rüpel, dass er ein Rüpel ist“

06.10.2016
Die gescheiterte Syrien-Kooperation bestätigt das allgemeine Zerwürfnis zwischen Moskau und Washington. Russische Experten hoffen, dass es zu keiner direkten Eskalation kommt, bescheinigen den USA aber „Gemeinheiten“ und schließen nicht aus, dass die Amerikaner zu den Methoden greifen könnten wie einst gegen die Sowjets in Afghanistan. Der russische Politik-Experte Alexej Martynow sagte der Onlinezeitung vz.ru:

„Die USA pfeifen auf jede Meinung, die sich von ihrer eigenen unterscheidet; auf alle Argumente, die ihren direkten Interessen nicht entsprechen; auf alle internationalen Mechanismen.“ Wie Martynow betonte, enthalten die Erklärungen der US-Staatsmänner in letzter Zeit immer häufiger antirussische Thesen, denn

„Russland ist der Einzige, der dem Rüpel sagt, dass dieser eben ein Rüpel ist“. Russland habe genug Kräfte und das Gewissen, um dies zu tun, hieß es.

Der russische Politik-Experte Sergej Karaganow kommentierte für vz.ru, das russisch-amerikanische Verhältnis befinde sich derzeit in einem schrecklichen Zustand: „Deshalb versuchen die Amerikaner, ihre Unzufriedenheit zu zeigen und mit allen Methoden Gemeinheiten zu begehen.“ Etwa die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro seien von den USA „schmählich“ torpediert worden, so Karaganow im Hinblick auf die Sperre für das russische Team.

In Bezug auf die Syrien-Krise befürchtet er: „Alles kann auf einen direkten Zusammenstoß hinauslaufen.“ Hoffentlich werde die Vernunft jedoch auf beiden Seiten die Oberhand gewinnen, um einen „heißen“ Krieg zu verhindern, hieß es….

Russland warnt USA vor „strategischem Fehler“ in Syrien Der Experte prognostiziert, in militärischer Hinsicht werde Washington gegen Drittländer und Mittelsmänner agieren – wie während des Kalten Krieges gegen die Sowjetunion. Die Methoden der Unterstützung für die Islamisten seien von US-amerikanischen Militärs und Geheimdiensten insbesondere während des sowjetischen Afghanistan-Einsatzes eingeübt worden. „Formationen der bewaffneten syrischen Opposition werden über Drittländer wesentliche, finanzielle und militärtechnische Hilfen bekommen. Nicht auszuschließen sind Lieferungen moderner Flugabwehrsysteme an die Rebellen über verschiedene Mittelsmänner“, so die Prognose

Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161006/312838492/russland-usa-ruepel.html

Wie US-Beamte den Krieg gegen Russland planen
4.10.2016 • 06:43 Uhr
Ein Bradley-Panzer im Jahr 2004 im Irak: Total veraltet, brauchen wir etwas neues… © Shane A. Cuomo, U.S. Air Force
Ein Bradley-Panzer im Jahr 2004 im Irak: Total veraltet, brauchen wir etwas neues…
Beamte aus dem Militär und den Geheimdiensten in den USA konkretisieren ihre Pläne, Russland direkt militärisch anzugreifen. Natürlich geht es auch um viel Geld für die Rüstungsindustrie und die militärischen Apparate.

Mehr lesen:England: Milliarden für neue Atom-U-Boote, Machtkampf bei Labour
Die Außenminister der NATO-Staaten haben in diesen Tagen wieder ein lohnenswertes Propaganda-Motiv. Dass die russischen Streitkräfte die syrische Regierung dabei unterstützen, die vom Westen bezahlten Rebellen aus Aleppo zu vertreiben, das sei Barbarei, Apokalypse und Kriegsverbrechen. Wie immer besteht die aktuelle Propagandawelle aus einer Mischung aus Übertreibung und Verschweigen.

Übertrieben dargestellt wird, welche Auswirkungen die aktuellen Kämpfe um den Westen von Aleppo haben. Verschwiegen wird dabei eine fast endlose Reihe von barbarischen Akten, welche die westliche Außenpolitik und ihre Söldner in Syrien begehen. Das beginnt damit, dass Paris, London und Washington im Jahr 2011 begannen, eine friedliche Opposition aufzustacheln und zu bewaffnen und endet nicht damit, dass ihre Schützlinge erst letzte Woche den angebotenen Waffenstillstand ablehnten.

Hinter diesem täglichen Kleinkrieg vollzieht sich jedoch ein anderer Prozess. Die Militärs und Geheimdienstler in den USA können es kaum erwarten, dass Barack Obama endlich seine Amtszeit beendet. Ihre Sehnsucht nach Krieg, und damit nach mehr Steuermilliarden, bricht sich inzwischen konkrete Bahnen. Egal ob es um Syrien, die Ukraine oder einen Atomschlag geht: Hinter den Kulissen arbeitet der militärisch-industrielle Komplex auf Hochtouren.

So berichten Regierungsmitarbeiter dem Wall Street Journal, dass sie hinter den Kulissen erneut an einem Plan B für Syrien arbeiten. Nachdem ihre Alliierten den Waffenstillstand haben platzen lassen, will die CIA den Rebellen mehr Feuerkraft zur Verfügung stellen. Sie wollen „ihre Partner“ in der Region ermächtigen, Waffensysteme zu liefern, die es den Söldnern ermöglichen, russische Einheiten „aus größeren Entfernungen“ anzugreifen.

Start der Minuteman III-Intercontinental-Rakete auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien am 25. Februar 2016.
Mehr lesen:USA: Eine Billion US-Dollar für Atomwaffen-Programm
Gegenüber Reuters überlegten amerikanische Beamte, dass Saudi-Arabien und die Golfstaaten nun endlich schultergestützte Raketen und Artilleriewaffen an die Söldner liefern könnten, was diese schon lange verlangen. Nach US-Lesart müssten sich ihre Dschihadistenfreunde „effektiver gegen syrische und russische Angriffe verteidigen“. Tatsächlich habe Washington in den letzten Wochen jede Menge Kriegsmaterial an seine Verbündeten weiterleiten lassen, während die Gespräche mit Moskau liefen.

„Die Saudis haben immer gedacht, dass sie die Russen auf die gleiche Art zurückschlagen, die vor 30 Jahren in Afghanistan funktioniert hat: Indem sie ihre ihre Luftwaffe unschädlich machen und den Mudschaheddin Manpads geben.“

Aber Syrien ist nicht der einzige Kriegsschauplatz und die Dutzenden an Milliarden Dollar für Geheimdienstoperationen sind nur Peanuts, im Vergleich zu dem, was konventionelle Kriegführung kosten kann. Gegenüber dem ‚Center for Strategic and International Studies‘ stellte General Herbert McMaster kürzlich dar, welche militärischen Kapazitäten die Amerikaner zukünftig in der Ukraine und in Osteuropa brauchen.

Die Erfahrung aus dem Konflikt im Osten der Ukraine sei, dass man zukünftig mehr Artillerie mit neuen Arten der Munition benötige. Auf der Wunschliste des Militärs stehen neue Raketen und Mörser. Dazu kommt das gesamte Feld der technischen Aufklärung, von Drohnen bis zu Satelliten. Zudem verfüge Russland inzwischen über entwickelte Fähigkeiten in elektronischer Kriegführung und sei in der Lage, die gegnerische Kommunikation auszuschalten.

Schließlich, und jetzt kommen die großen Summen, sei der amerikanische Bradley-Panzer zwar hervorragend, aber leider viel zu groß. „Wir müssen erneut in die Entwicklung von Kampffahrzeugen investieren“, so General Herbert McMaster. So hätten die Ukrainer es nicht geschafft, auch nur einen einzigen der modernen T-90-Panzer auszuschalten, mit denen die dortigen Aufständischen angeblich operieren. Geht man die Berichte des amerikanischen ‚Army’s Capabilities Integration Center“ durch, so wünscht sich die US-Armee die Mittel für einen kompletten konventionellen Krieg auf europäischem Boden.

Vollkommen veraltet: Ein B-2-Bomber wirft eine B61-11 Bombe zu Übungszwecken ab, Whiteman Air Force Base, Missouri, 1998.
Mehr lesen:Kleiner und gefährlicher: Amerikas neue Atom-Bomben
Aber auch das ist selbstverständlich noch nicht das Ende der aktuellen Rüstungsstange. Richtig ins Geld geht die atomare Aufrüstung. Verteidigungsminister Ashton Carter verkündete am vergangenen Montag, dass das Pentagon in den nächsten fünf Jahren 108 Milliarden US-Dollar investiert, um Interkontinentalraketen, ballistische U-Boote und strategische Bomber zu „verbessern“. Er kündigte außerdem an, dass die NATO ihre Atomwaffenstrategie anpasst, um „Russland abzuschrecken“.

Jenseits des Atlantiks, das heißt in Europa, müsse man mithilfe der neuen Atomwaffenstrategie dazu kommen, dass die konventionelle und die nukleare Abschreckung aufgefrischt und besser integriert wird.

„Wir müssen sicherstellen, dass wir Russland davon abhalten können, zu denken, dass sie durch die Verwendung von Atomwaffen in einem Konflikt mit der NATO profitieren können“, so Carter am Montag.

Als daraufhin das russische Außenministerium mit „ernsthafter Besorgnis“ reagierte, insistierte Ashton Carter sogar, dass das „Recht auf einen Erstschlag“ schon immer zur amerikanischen Nuklearstrategie gehört habe. Das sei die aktuelle Doktrin und man habe nicht die Absicht, davon Abstand zu nehmen.

https://deutsch.rt.com/international/41409-diskrete-barbaren-wie-us-beamte/

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