Durch die Verteidigung der Interessen von Amerika hilft Donald Trump ebenso Russland

14.11.2016

Von Pjotr Akopov

Das Hauptmotto Donald Trumps, durch das er zum Präsident der Vereinigten Staaten wurde ist: „Den Washingtoner Sumpf auszutrocknen“. Auch sein beinahe, jedoch von Frau Clinton und Clan „weggebissener“ Rivale, Sozialist und Senator Bernie Sanders, versprach auf seinen Vor-Wahlkampfveranstaltungen, die „Washingtoner Maschine“ zu vernichten“.

Daher traten die beiden beliebtesten Kandidaten (gemessen am Zustrom von Menschen bei ihren Auftritten) gegen die Eliten, für die Einschränkung der Macht des überparteilichen Establishments und gegen die kuschelige Verbindung von Oligarchen mit der politischen Klasse an. Die Tatsache, dass sie darin von den Wählern lautstark beifällig unterstützt wurden (für Bernie Sanders waren es hauptsächlich die Studierenden und die jüngeren Leute; für Donald Trump war es „der durchschnittliche weiße amerikanische Mann“) sagt viel über den großen Zuspruch für eine Erneuerung der Eliten aus.

Geschafft, Bernie Sanders zu stoppen, hat sich anschließend das Establishment gegen Donald Trump gesetzt, aber seinen Sieg zu verhindern, waren sie nicht imstande. Genau dies scheint erstaunlich für diejenigen, die sich des Sieges für Frau Clintons Präsidentschaft sicher waren, basierend auf der Logik, dass das „Establishment Clinton will, also wird sie´s auch“. Wieso, warum konnte die Elite, in deren Händen doch fast alle Propaganda-Ressourcen waren, diesen Schnösel nicht stoppen?

Weil es eine beinah vorrevolutionäre Situation gab und das Niveau der Unzufriedenheit einer großen Masse der Bevölkerung die Möglichkeiten der Eliten, die öffentliche Meinung zu manipulieren überschritten. Die degenerierte, heruntergekommene vierte Gewalt eines Elite gesteuerten, zunehmend verachteten medialen Einheitsbreis unterlag der fünften, dem neu entstandenen BLOGGER-VOLKSHEER DER AUFDECKER, HINTERFRAGER und SPÖTTER.

Jetzt versuchen verzweifelte Nichtversteher sich das als einen „Programmfehler“ und damit zu erklären, dass „Clinton und Trump in der Tat ein und dasselbe seien“, dass die ganze Schlacht ein „Theater“ gewesen wäre. Aber um zu verstehen, dass das nicht der Wahrheit entspricht. genügt es, an die Intensität der beispiellosen Angriff auf Mr. Trump in dieser Kampagne zu erinnern, die 90 Prozent der Medien und Eliten initiierten und mittrugen.

Wichtig ist jetzt nicht einmal mehr, ob Gentleman Trump seine Wahlversprechen einhalten wird. Weit bedeutender ist, dass die Hälfte der wahlberechtigten Amerikaner für eine radikale Veränderung der Sitten und der Zusammensetzung der herrschenden politischen Klasse aufgestanden sind. So etwas nennt man Revolution. Die Erwartungen der Menschen, die wegen derer erklärten Ziele für Bernie Sanders und dann stellvertretend für ihn, für Donald Trump abstimmten, werden nicht verschwinden.

Und wenn das zäh klebende alte Establishment nun versuchen wird, den gewählten Präsidenten „aufzufressen“, seine Tätigkeit zu lähmen, dann führt dies zu nur zu einem weiteren Anwachsen und zur Radikalisierung derselben „Anforderungen des Wandels“, weswegen Donald Trump an die Macht kam. Dieses alte Establishment kann sicherlich noch versuchen den Präsidenten sowohl seiner formellen, als auch der tatsächlichen Macht zu berauben, aber es wird für diese Elite enorme Schäden in der nahen Zukunft bedeuten.

Wer oder was ist ein Präsident Trump aus Sicht der bisherigen Eliten? Obwohl er ein anti systemischer Kandidat war und nicht zu den „Eingeweihten“, gehörte, also nicht zur Welt der „Washingtoner Maschine“, wird Donald Trump nun zum Sprachrohr der Interessen eines beträchtlichen Teil anderer amerikanischer nationaler Elite. Den Teil, der sich auf die Stärkung der USA als starken und gerechteren Nationalstaat konzentriert und bereit ist, dafür globalistische Herrsch-Projekte aufzugeben. Es ist klar, dass sich rund um Mr. Trump eine Sammlung von diesem Teil der Elite geschart hat.

Das sind die „Vertreter des militärisch-industriellen Komplexes“, das Militär, die Sicherheitskräfte und die „Struktur-Industriellen“, das sind alle, die Interesse an einem im Innern starken und gesunden Amerika haben, die gegen die Fortsetzung des globalen „Dschihad“ und gegen die Erhaltung der weltweiten Herrschaft einer supranationalen Elite sind. Jenes großkotzigen, des in den USA viele Jahrzehnte tonangebenden globalisatorischen Teils der Elite, die, in der Tat, Teil der supranationalen Welt-Elite ist, die ihre Globalherrschafts-Ziele und Interessen über die nationalen Interessen der USA stellen. Die Niederlage Frau Clintons war die ihre, ein schwerer Schlag für die Positionen dieser „wahren Herrscher Amerikas“.

Dabei wird eine supranationale Elite in vielerlei Hinsicht weiterhin die USA und auch unter dem Präsidenten Trump regieren.

Aber,

Erstens, sie haben die gewohnte Kontrolle über das Oberhaupt des Weißen Hauses verloren, und

Zweitens, wird zu beobachten sein, wie sich rund um den neuen Präsidenten ihre Gegner, die „Nationalisten“ zu konsolidieren streben. Die Konfrontation zwischen „Globalisten“ und „Nationalisten“ ist wichtig für diese mögliche neue Phase der amerikanischen Geschichte, so wie sich dadurch der Wunsch der Mehrheit der Gesellschaft neu erfüllen kann eine neue „Washingtoner Maschine“ derart zusammenzusetzen, dass sie dem „normalen Amerikaner“ verbunden und nicht so korrupt sein wird.

Kann Donald Trump überhaupt auf seine Worte und Versprechungen verzichten und nichts ändern? Nein. Weil er

Erstens, keine Marionette des Establishments, und zweitens, ein Kämpfer und ein sehr hartnäckiger Mensch ist. Außerdem sagt er wirklich spontan das, was seine Ansichten wiedergibt. Zumindest über den Welthandel, Wirtschaft, Ansichten zur Migration und dem Prozess der Globalisierung. Über vieles von dem, was jetzt Teil seines Programms ist, sprach Donald Trump schon im Jahr 1987, als er das erste Mal drauf und dran war, zu den Präsidentschaftswahlen anzutreten. Also, Herr Trump ist überhaupt kein leichtsinniger Show man, sondern ein Mensch, der sich seit langem hat seine Ansichten gebildet. Dabei ist er Realist und Pragmatiker, das heißt kein Sklave von Dogmen, sowohl vorausschauender Stratege, als auch zweckmäßig reagierender Taktiker.

Was bedeutet das für die Weltpolitik? Dass der amerikanische Präsident Trump wirklich versucht, sich für die nationalen Interessen seines Amerikas und nicht des globalistischen Projektes „Atlantische Welt“ einzusetzen.

Er kann wirtschaftlichen Krieg mit China organisieren, Druck auf Europa ausüben, mit Russland verhandeln oder eben nicht, das ist nicht das Wichtigste. Das wichtigste für ihn ist wirklich „Amerika zuerst“ und das ist nicht identisch mit dem machtgierigen Amerika, mit dem wir es in den letzten Jahrzehnten zu tun hatten. Er stärkt die USA, aber so, das es keine Bedrohung für den Frieden ist!

Einige unserer Pseudo-Patrioten beklagen sich vorab: „Was, wenn es in der Tat gelingt, die USA zu reformieren, oder zumindest beginnend Probleme zu heilen? In der Folge würden die USA nur stärker und immer gefährlicher für Russland sein. Dann bestünde doch die Gefahr, dass für die „Wiederaufnahme der Beziehungen“ der Kreml ungerechtfertigte Zugeständnisse liefern könnte? Und dann könnte nach Präsident Trump ein neuer Globalist kommen und die alte Konfrontation neu entfachen, aber in einem dann schlechteren Machtverhältnis für Russland?“

Alle diese Befürchtungen haben jedoch wenig Bezug zur realen Geopolitik und verkörpern ein entlarvendes Konstrukt von eigenen Minderwertigkeitskomplexen.

Erstens, Präsident Trump, wie bereits erwähnt, stärkt eine andere USA, einen Nationalstaat, und nicht ein „intergalaktisches Imperium“. Und je erfolgreicher er es tun wird, desto schwächer werden die Positionen des globalistischen Teils der amerikanischen Elite.

Außerdem: Zu vermuten, dass Wladimir Putin die nationalen Interessen Russlands zu opfern fähig ist, ist entweder vorsätzlich gehässige Unterstellung oder intellektueller Schwächeanfall, beweist einzig, dass da jemand nicht vertraut ist mit alltäglicher Putin-Russland-Politik und seinen genialen Führungsqualitäten.

Kann Präsident Putin eine Einigung mit Präsident Trump über etwas Ernstes erzielen (Nahen Osten, Ukraine, Sanktionen)? Ja, wenn ein Präsident Trump die suizide amerikanische Außenpolitik in der versprochenen Richtung verändern wird. Und wenn er die Kraft und das Durchstehvermögen haben würde, sich mit dem Kongress zu einigen und die Störversuche seitens der Globalisten abwehren wird.

Wie groß sind die Chancen dafür? Sie sind sicherlich keine rosarot illusorischen Wunschträume. Warum sollen wir auch raten? Bereits in diesem Jahr kann ein Treffen des designierten Präsidenten Donald Trump mit Präsident Putin stattfinden. Zumindest sagte der künftige Präsident noch drei Wochen vor den Wahlen, dass er einen solchen Wunsch hat.

Auch wenn wir einschätzen, dass ein Präsident Trump den Kurs seines Landes in weit geringerem Maße bestimmt, als Wladimir Putin den Russlands, lohnt allein der Versuch, in einer Sprache der beiderseitigen nationalen Interessen miteinander zu sprechen.

http://www.fit4russland.com/analyse/1773-durch-die-verteidigung-der-interessen-von-amerika-hilft-donald-trump-ebenso-russland

 

 

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